Die ersten Fahrten mit der CBR1100XX

Nach einigem hin und her bei der Zulassung der Neuanschaffung (Honda CBR1100XX) steht nun das Motorrad endlich startbereit in der Garage.
Und wie sollte es anders sein? Folgendes Bild zeigt sich beim Studium der Wetterkarte:
wetter

Das frische Motorrad in der Garage drängt mich aber geradezu, jeden trockenen Abschnitt auszunutzen, der sich mir bietet. So fahre ich entgegen meiner eigenen Grundeinstellung trotz sehr unsicherer Wetterlage los. Das fahren mit der CBR überrascht mich. Ich bewege das kräftige Motorrad wie ein Anfänger. Nach einem vollkommen Motorradlosem Jahr fehlt mit jetzt jedes Gefühl für mögliche Schräglagen. Die zum Teil noch feuchte Strasse lässt mich dabei noch unsicherer werden. Ich bin froh, dass ich fast allein auf der Strasse unterwegs bin. Selbst die Mutti mit ihrem Polo fühlt sich durch mein schleichen behindert…
Ständig meine ich auf der feuchten Strasse die Räder rutschend unter mir wahrzunehmen, wenngleich mein Verstand mir sagt, dass das überhaupt nicht sein kann. Die ungewohnt sportlich orientierte Sitzposition auf der CBR ist sicher auch etwas, was mir die Sache nicht einfacher macht.
Meine geplante Route breche ich unterwegs ab, da furchtbar dunkle Wolken in dieser Richtung nichts gutes verheissen. Immerhin komme ich heute auf eine Strecke von knapp 250km, die ich fast trocken hinter mich bringe. Ich lenke die CBR zur Zapfsäule, um den Tank zu füllen.
Bevor ich das Motorrad nun zurück in die Garage stelle, zieht es mich noch einmal „auf den Pass“.
Und hier geschieht es dann:
Die Fahrbahn ist trocken und wie selbstverständlich lege ich die Doppel-X in die erste Kurve. Vollkommen ruhig und flüssig gelingt der Wechsel in die nachfolgende Rechtskurve.
Ich bin wieder zu Hause – das Vertrauen ist ganz plötzlich wieder da. Noch nicht so, wie früher, als regelmässig die Rasten am Boden kratzten, aber immerhin stelle ich so kein Verkehrshindernis mehr dar. Und die Zeit der ausgeloteten Maximalschräglagen muss ich sowieso nicht mehr wiederholen. Immerhin wartet jemand zu Hause auf mich, der Papa zu mir sagt und nicht eines Tages als Halbwaise aufwachen soll.
So langsam ist die CBR1100XX jedenfalls von mir als MEIN MOTORRAD akzeptiert.

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