Was wird aus dem Wechselkennzeichen?

Die deutsche Politik zeigt sich zur Zeit einmal mehr genau so, wie man sie kennt und erwartet. Weshalb pragmatisch an die Sache herangehen, wenn es auch deutsch geht?
Worüber spreche ich hier überhaupt?
Thema dieses Beitrages ist das, in Aussicht gestellte, Wechselkennzeichen.

In verschiedenen Nachbarländern gibt es das schon seit vielen Jahren. Mehrere Fahrzeuge, die im Besitz einer Person sind, können abwechselnd mit EINEM Kennzeichen bewegt werden. Dabei müssen die, gerade nicht bewegten, Fahrzeuge auf abgesperrtem Grund untergebracht sein.
Finanziell gestaltet sich das bei unseren Nachbarn so, dass sowohl Steuer, als auch Versicherung (Haftpflicht), für das jeweils teuerste Fahrzeug berechnet wird. Kaskoversicherungen fallen ggf. natürlich für jedes Fahrzeug an. Eigentlich also eine recht einfache Geschichte…

Aber wir würden ja nicht in Deutschland leben, wenn das einfach so zu übernehmen wäre. Hier wird versucht, das Rad wieder einmal neu zu erfinden.Seitens der Politik ist jetzt schon einmal angesagt, dass die Steuern auf jeden Fall für alle Fahrzeuge in vollem Umfang zu zahlen sind und dabei das Wechselkennzeichen lediglich für zwei Fahrzeuge gleicher Bauart (also PKW, LKW oder Kraftrad) gültig ist!Bei den Versicherungen sei eine Vergünstigung „denkbar“.

Ja HALLO?!?

Fakt ist, dass ich mit dem Wechselkennzeichen nur EIN Fahrzeug zur gleichen Zeit bewegen und damit die Straßen und die Umwelt belasten kann. Es ist ausgeschlossen, dass ich, zum Beispiel mit meiner Frau zusammen, eine gemeinsame Runde drehe.Weshalb muss dann Steuer/Versicherung für ALLE Fahrzeuge gezahlt werden???
Im Juni 2012 soll nun angeblich die Endlösung verwirklicht werden.
Ich bin gespannt, was sich unsere „Volksvertreter“ in Bezug auf das Wechselkennzeichen einfallen lassen, denn diese Zulassungsmöglichkeit könnte für mich eigentlich durchaus interessant werden.
Die ersten Eckdaten, die man aus Richtung Berlin hört, lassen allerdings kaum noch Gutes erwarten. Wenn sich die Versicherungen nun ebenso hölzern verhalten, wird die Sache schnell vollkommen uninteressant und zu einer reinen Lachnummer, denn mit welcher Begründung sollte ich eine Einschränkung hinnehmen, wenn diese nicht auch finanzielle Vorteile mit sich bringt? Das würde keinen Sinn ergeben.

Fußnote:
Was ist eigentlich ein Volksvertreter?Ich versuche es mal so zu erklären: Im Gegensatz zu einem Staubsaugervertreter verkauft der Volksvertreter keine Staubsauger, sondern …

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