MV-Augusta Meeting Hockenheimring

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In der Woche des 3. Oktober sind wir dieses Jahr mit dem Wohnwagen losgezogen.
In Heppenheim bei dem dortigen TOURATECH-Shop habe ich das Angebot des Garmin Zumo500 in Verbindung mit der abschliessbaren Touratech-Halterung genutzt. Zu dem aufgerufenen Preis bekommt man sonst lediglich das Gerät selbst im Angebotspreis.

Da der Hockenheimring von da aus nicht mehr weit entfernt ist, fahren wir dort hin, um die Nacht zu verbringen. Besonders Wohnmobilfreundlich ist die Gegend um den Ring nicht. Überall erfreuen uns Schilder, die das stehen mit dem Wohnwagen untersagen. Wir missachten eines und stellen uns auf den Parkplatz vor der Einfahrt des Fahrerlagers.
Danach statten wir dem Rennsportmuseum noch einen Besuch ab, wo wir einen Veranstaltungsplan für das gesamte Jahr mitnehmen.
Wieder daheim im Wohnwagen blättere ich durch dieses Heftchen und sehe, dass bereits einen Tag später, am Mittwoch, ein „MV-Augusta Event“ stattfindet. Ich kann mir darunter zwar nichts vorstellen, jedoch hört sich MV-Augusta für mich schon einmal äusserst interessant an. Vielleicht sieht man ja auch einige ältere Klassiker dieser Kult-Marke.

Am nächsten Morgen schnappe ich mir meinen Sohn und fahre ganz frech mit dem Pickup ins Fahrerlager.

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Das Event stellt sich als Fahrtraining für sportliche Fahrer heraus. Auf der Rennstrecke habe ich dafür vollstes Verständnis. Gegenüber öffentlichen Strassen werden hier nur gleichgesinnte gefährdet und das durch die vorhandenen Auslaufzonen auch noch in einem erheblich geringerem Maße.
In den Boxen sehen wir viele sehr interessante Bikes, wobei die MV-Augustas, die fein säuberlich in einer Reihe aufgestellt sind, mich wirklich begeistern. Ein Probesitzen auf der 910 Brutale zeigt mir dann erst richtig die Zierlichkeit der Maschine. Superleicht fühlt sich das Motorrad dabei an. Ich kann mir vorstellen, dass es sich mit diesem Motorrad fahrradgleich um die Ecken wuseln lässt. Ich würde das Bike gern einmal probefahren, habe jedoch keinerlei Schutzkleidung dabei – schade.

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So laufen wir weiter durch die Boxengasse und schauen den aktiven zu. Einige der Teilnehmer werfen im laufe des Tages leider ihre Motorräder ins Kiesbett. Glücklicherweise gehen die Missgeschicke für die Fahrer immer glimpflich aus.

Richtig imposant ist dann ein Showfahren der Profis mit den Rennmaschinen von IngArt, die auch bei der IDM Superbike recht erfolgreich fahren. Rossi-like werden hier die Kurven bereits im Drift angefahren und dann mit Atemberaubender Schräglage durchfahren. Leider sehen wir nur ein paar Runden, da dann an der Maschine die Mitnehmerscheibe des Antriebs abreisst und der Fahrer die Maschine mit eigener Kraft in die Box zurück schieben muss.

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Den Donnerstag verbringen wir in Speyer und besuchen das dortige Technik-Museum. Viele sehr interessante Exponate sind hier ausgestellt. Bis zur Boeing 747, dem legendären Jumbo-Jet sind die Fahrzeuge für Land, Wasser und Luft im original ausgestellt. Wir machen viele Fotos und geniessen auch diesen Tag.

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Am Freitag tummeln sich dann auf der Strecke vierrädrige Fahrzeuge. Der Porsche-Cup findet an diesem Wochenende auf dem Hockenheimring statt. Im Vergleich zum eher geruhsamen Treiben der MV-Augusta Gemeinde herrscht nun hektisches Leben im Fahrerlager. In kurzer Zeit werden drei 911er Rennwagen auf der Strecke kalt verformt.
Wir lassen uns vom Michelin-Service Truck einen abgefahrenen Porsche-Cup Slick geben, den wir für Lukas zum Sitz umbauen möchten. Er ist begeistert von dieser Idee. „Dann hab ich meim Rennen spielen mehr Grip“ ist seine Aussage …

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Am Samstag ist dann leider der Kurzurlaub schon zu Ende, da wir am Sonntag mit dem Wohnwagengespann nicht mehr fahren dürfen. Der Pickup ist als LKW zugelassen und daher greift hier das Sonntagsfahrverbot. Wieder einmal wird hier die Unsinnigkeit einiger Gesetze deutlich.

Dieser Kurzurlaub bescherte uns eine schöne, erlebnisreiche Woche. Obwohl wir ohne Motorrad unterwegs waren, kam der Zweiradfaktor auch in dieser Zeit nicht zu kurz.

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